Am Freitag, dem 29. August 2025, fand im Kulturhaus in San Pietro al Natisone im Rahmen des Projekts ITINERANT die Veranstaltung „Gründung, Strukturierung und Umsetzung von Stationen für Waldtherapie in Venetien” statt. Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Interreg VI-A Italien-Slowenien kofinanziert.
Zunächst sprach Sandro Quaglia, Koordinator der DMO Turismo Benečija, zu den Teilnehmern und betonte die Bedeutung der Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus für die lokale Gemeinschaft. Dr. Živa Gruden vom Institut für slowenische Kultur stellte die Rolle dieser Einrichtung bei der Erhaltung des slowenischen Erbes in Venetien und dessen Verbindung mit Naturinhalten vor.
Es folgten Vorträge von Experten aus verschiedenen Ländern. Dr. Stefano Santi, Direktor des Naturparks Julisches Vorgebirge, stellte das Projekt ITINERANT vor, Dr. Stefano Qualizza sprach über die heilende Wirkung der Waldtherapie und Prof. Maurizio Droli über die organisatorischen Herausforderungen bei der Einrichtung von Stationen. Doc. Dr. Darija Cvikl hob die Bedeutung der Institutionalisierung des Waldtourismus in Slowenien hervor, die auf wissenschaftlich fundierten Forschungen und interdisziplinärer Zusammenarbeit basieren muss, um eine Zersplitterung in kurzfristige Trends zu verhindern.
Eine internationale Dimension verlieh der Veranstaltung Prof. Yasuo Ohe von der Tokyo University of Agriculture, der langjährige Forschungsarbeiten aus Japan vorstellte – einem Land, in dem die Waldtherapie seit Jahrzehnten nachweislich in das öffentliche Gesundheitswesen integriert ist. Einen Einblick in das Potenzial der Waldtherapie in Verbindung mit Klimabehandlungen im Hochgebirge gab Prof. Lorena Bašan von der Universität Rijeka.
Das Symposium hat gezeigt, dass Slowenien und Italien außergewöhnliche Möglichkeiten für eine gemeinsame Entwicklung in einem Bereich haben, der die Gesundheit der Menschen, den Naturschutz und den nachhaltigen Tourismus miteinander verbindet. Die Redner wiesen dabei mehrfach darauf hin, dass jeder Eingriff in den Wald wohlüberlegt, respektvoll und im Einklang mit den Gesetzen des Ökosystems und der Gesetzgebung erfolgen muss – nur so kann das empfindliche Gleichgewicht der Natur erhalten bleiben.
Das Treffen endete mit einer Diskussion und einem angenehmen Beisammensein, und die Teilnehmer kehrten mit neuen Ideen und Kontakten für die zukünftige Zusammenarbeit nach Hause zurück. Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, dass die Natur die Grundlage für innovative Lösungen zum Wohle der lokalen Gemeinschaften und der Besucher des Biosphärengebiets der Julischen Alpen sein kann.









